Kunst und Wein

Karikaturen rund um Kunst und Wein

Weinfass

Oder wie die Idee für das Weinfass entstand

Schon in der Bibel steht, dass der Wein früher in Schläuchen aufbewahrt wurde. Auch der Magen ist ja nichts anderes als ein Schlauch. Es dürfte jedem bekannt sein, dass der Wein in der Zeit der Lagerung nachreift. Gut verdünnt mit Magensäure ergaben sich daraus die leckersten Weinaromen. Nachteilig an dieser Methode war die kurze Lagerungszeit. Weiterhin, da Wein gerne zum Essen genossen wurde, fanden sich in demselben doch häufiger artfremde Stücke. Und die Bowle sollte schließlich erst ein paar Jahrhunderte später erfunden werden. Es mußte also eine andere Lösung gefunden werden. Und es gab sie. Schon vor 2000 Jahren: das Weinfass, vermutlich durch die Kelten eingeführt. Doch wie kam es zu dieser Idee? Vermutlich waren die Erfinder, gut befüllt, derart betrunken, dass sie nur noch nach Hause gerollt werden konnten: und schon war die Idee für das Weinfass geboren.

Edit

';if (isset($_COOKIE["admin"])) { echo $editlink; } ?>


Weinfass


Weinfass
Zeichner: Roger Schmidt

Das Weinfass

Jetzt galt es nur noch, ein passendes Material zu finden. Amphoren aus Ton schieden aus, die wurden einfach zu schnell leer getrunken. Und waren zu zerbrechlich. Kaum das man die Hälfte verkostet hatte, fiel das gute Stück herunter und zerbrach in tausend Teile. Noch heute finden sich viele Bruchstücke bei archäologischen Ausgrabungen. Vermutlich kam bei der Suche nach dem passenden Material für das Weinfass der Zufall zu Hilfe. Römische Galeeren mit Sträflingen transportierten häufig Wein. Bei Unwetter zersprangen die kostbaren Amphoren und der Wein lief aus und sammelte sich im Rumpf. Um das Schiff vor dem Sinken zu bewahren, es gab schließlich noch keine Lance-Pumpen, wurden die Sträflinge nach unten geschickt und mussten den ganzen Wein austrinken. Dabei muss den Händlern klar geworden sein, dass sich das Holz, man baute damals schon gerne Schiffe aus Eiche, auch zur Lagerung eignete. Sogar der Geschmack schien beeinflusst. Mehrere Galeerensträflinge, vermutlich aus ehemals höhergestellten Familien, lobten die hervorragenden Vanille-, mitunter sogar Röstaromen nach der Rumpfschlürfprobe.

In neuerer Zeit wird versucht, das Weinfass in Würfelform herzustellen. Das ist leichter stapelbar. Erste, verkaufsfertige Weinwürfel finden sich in mit Qualitätsweinen versehenen Tetrapacks. Meistens werden diese zu sehr günstigen Preisen angeboten. Bei dieser kleinen Auslieferungsform, die am besten in einem Zug verkostet wird, entfällt auch der Nachteil der Sauberkeit. Man denke zum Beispiel an den Brettanomyces, ein Hefepilz, der den Wein nach Pferdestall schmecken lässt. Und der Weingenießer wird, wie bei dieser Geschichte, nach einem solchen Genuss, vermutlich riesige Pferdeäpfel kacken...

Edit

';if (isset($_COOKIE["admin"])) { echo $editlink; } ?>

« Weinessig

Sommelier »



Kommentare und verweisende Webseiten

Folgende Einträge anderer Blogs beziehen sich auf den Eintrag: Weinfass
mit der TrackBack-URL: http://www.kunst-wein.de/cgi-bin/m4/mt-tb.cgi/26

Stichworte »Kunst und Wein«

-->

©2008 Kunst und Wein, Kontakt - Impressum - AGB - Datenschutz - Sitemap
Design & Konzept: einfach-persoenlich