Kunst und Wein

Karikaturen rund um Kunst und Wein

Demonstration

Wein Demonstration

Radikale Winzer drohen mit (Wein-?) Terror. Muss nun bald mit bald Blutzoll auf französischen Wein gezahlt werden?

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Demonstration


Demonstration
Zeichner: Roger Schmidt

Wein Demonstration

Die Angehörigen der Winzervereinigung "CRAV" (Comité régional daction viticole) sind ein regionaler Ausschuss aus radikalen Weinbauern. Die Gründung dieses Ausschusses ist die resolute Reaktion von einer Gruppe politisch aktiven Weinbauern, die sich durch die deutlich gesunkenen Weinpreise in ihrer Existenz bedroht fühlen. Besonders Winzer der Region Languedoc-Roussilon sind mit ihren Familienbetrieben von dieser Entwicklung hart betroffen. Sie haben nicht zu Unrecht Angst vor der Zukunft.
Die CRAV prangert schon seit längerer Zeit die Krise im Traditionsberuf Winzer in ihrer Region an. Dabei macht sie mit Demonstrationen nebst Sachbeschädigungen wie moderne Robin Hoods auf die Misere im Weinbau und den Ernst der Lage aufmerksam.
Dass die Demonstranten nicht gerade zimperlich sind, haben sie schon in der Vergangenheit bewiesen. Ein paar unschöne, gewalttätige Aktionen werden mit ihren Demonstrationen in einem Atemzug genannt, und haben ihnen zweifelhaften Ruhm eingebracht. So geht ein Sprengstoffanschlag gegen das Gebäude der Direktion für Landwirtschaft in Montpellier ebenso auf ihr hochprozentiges Konto wie ein paar Brandanschläge und Graffiti-Verschmutzungen mit dem CRAV-Logo auf Supermärkte im letzten April in der Region von Béziers.
Jetzt haben sie Frankreichs neuen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy ins Visier genommen. Unkenntlich vermummt nach Art radikaler Islamisten und versteckt an einem geheimen Ort im Hinterland drohte die CRAV per Videobotschaft mit neuen Terroranschlägen, falls Sarkozy nicht dafür Sorge trage, dass die Weinpreise stiegen. Die Aufnahmen, die im Französischen Fernsehkanal Frankreich 3 ausgestrahlt wurden, waren auf einer heimlich abgehaltenen Pressekonferenz vorher aufgenommen worden. Dem Präsidenten wurde ein Ultimatum von einem Monat gestellt, die Forderungen zu erfüllen und "im Interesse des Weinbaus" zu handeln.
Die CRAV rechtfertigte ihre Forderungen damit, dass auch die nachfolgenden Generationen von Winzern noch in der Lage sein sollten, ihren Lebensunterhalt durch den in der Region traditionellen Weinbau zu bestreiten.
Sarkozy wurde aufgefordert, seine Wahlversprechen einzuhalten, da er ansonsten die Verantwortung für zukünftige Ereignisse zu tragen habe.
Sollte es innerhalb der zugestandenen Frist zu keiner Veränderung zugunsten der Winzer kommen und die Weinpreise nicht angehoben werden, so wurden die Betroffenen dazu aufgerufen, "zur Aktion" überzugehen und sich öffentlich aufzulehnen.
Das mit der angekündigten Aktion nicht nur harmlose Demonstrationen gemeint sein sollten stand außer Frage.
Die CRAV begründete ihre Gewaltandrohungen mit Parallelen zu den Revolten von 1907, wo es zu blutigen Massendemonstrationen der Weinbauern in Südfrankreich kam, um den nachfolgenden Generationen zu ermöglichen, wieder von ihrer Arbeit leben zu können. Damals schickte die Regierung aus Paris das Militär zu den Demonstrationen in das betroffene Gebiet Languedoc-Roussilon.

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